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E-Learning

E-Learning (aus der englischen Sprache „electronic-learning“ heißt wörtlich übersetzt: „elektronisches Lernen“) wird meistens als „elektronisch gestütztes Lernen“ verstanden. Das Wort E-Learning wird seit Mitte der 90er-Jahre verwendet. Es gibt eine große Spannweite von verschiedenen Definitionsansätzen (Informations­darbietung mit elektronischen Medien – Bereitstellung von Lern­materialien mit elektronischen Medien – computer- und netzgestütztes Lernen – Lernen mit Informations- und Kommunikationstechnologien, die Bestandteil des Lernprozesses sind).

Content Management Systeme vereinfachen hierbei den Arbeitsprozess, Online-Inhalte zu erstellen und zu administrieren. Der Vorteil der Bildungssoftware liegt darin begründet, Inhalte relativ einfach zu strukturieren und zu aktualisieren.

Ein wesentliches Kennzeichen des E-Learning ist die Interaktivität. Der Begriff leitet sich vom Lateinischen „inter“ und „agere“ ab, bedeutet so viel wie „wechselseitige Handlung“ oder „wechselseitiges Vorgehen“. Der Aspekt der „Wechselseitigkeit“ beinhaltet, dass der Informationsvorgang nicht nur in eine Richtung ablaufen darf, sondern auch gegenläufig sein muss. Es wird zwischen „steuernder Interaktivität“ und „didaktischer Interaktivität“ unterschieden, je nachdem ob der Nutzer die Reihenfolge und den Zeitpunkt des Online-Aufrufs festlegt (gesteuerte Interaktivität) oder ob das System die interaktive Informationsverarbeitung vorgibt (didaktische Interaktivität), was wesentlich aufwändiger vorzubereiten ist.

E-Learning und Blended Learning in der Lehre

Auf verschiedensten Lernplattformen wird Software zur Verfügung gestellt, um Lehrveranstaltungen webgestützt zu organisieren und zu betreuen. Learning Management Systeme (LMS) verwalten die Benutzerdaten, bewerten die Ergebnisse und kontrollieren den Gesamtprozess, der über eine Bedieneroberfläche mit Einrichtungen für die Erstellung von Aufgaben durch Lehrende gesteuert wird.

In der Lehre kommt ein rein virtueller Einsatz des E-Learning weniger zum Einsatz. In den meisten Fällen wird der sogenannte Blended-Learning-Ansatz angewendet. Frei übersetzt steht Blended Learning für vermischtes oder hybrides Lernen. Es bedeutet, dass eine Kombination von traditionellen Präsenzlernformen und computergestützten Lernformen durchgeführt wird.

E-Learning-Lehrveranstaltungen finden häufig in Präsenzform statt, bei denen die Studierenden über Web-Sites oder Austausch-Plattformen auf Lernmaterial sowie Übungsaufgaben zugreifen und diese dann mit Unterstützung der Lehrenden bearbeiten bzw. lösen können (sog. Ergänzungsmodus). Immer beliebter werden die so genannten Mixed-Modus – Blended Learning – Veranstaltungen, bei denen einige Sitzungen als Präsenzveranstaltung (z. B. Einstiegsveranstaltung mit Gruppenbildung), andere online stattfinden. Die Studierenden stellen während der Online-Sitzungen die Ergebnisse von Recherchen, Präsentationen oder Hausaufgaben ein, die Lehrenden sehen die Arbeiten durch und geben den Studierenden entsprechend Feedback. Zwischen den online-Sitzungen kommen alle Gruppen in regelmäßigen Abständen zu Präsenzveranstaltungen zusammen.

Rein virtuelle Lehrformen werden von der Virtuellen Hochschule Bayern sowie von der Fernuni Hagen angeboten. Hier sind bis auf die Abschlussprüfung keine Präsenz­veranstaltungen vorgesehen.

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