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Hochschuldidaktik ProfiLehre

Inverted Classroom an der JMU

Prof. Dr. Frédéric Thiesse - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung

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Welche Vorzüge sehen Sie für die Studierenden?

Für Studierende bedeutet IC zunächst einmal, den Lernprozess selbständiger steuern zu können. Dies betrifft das Tempo, die Möglichkeit beliebiger Wiederholungen sowie mehr Möglichkeiten zur Kontrolle des eigenen Lernfortschritts. Darüber hinaus bedeutet IC auch, dass nach dem ersten Aneignen von Wissen - also genau dann, wenn die eigentlich kniffligen Fragen auftreten - die Studierenden nicht wie in der herkömmlichen Lehre nach der Vorlesung erst einmal allein gelassen werden, sondern in einer Präsenzveranstaltung diese Fragen gestellt werden können. Nicht zuletzt gibt es eine Reihe erster empirischer Studien, die darauf hinweisen, dass sowohl die Prüfungsergebnisse im Anschluss an die Veranstaltung als auch der langfristige Lernerfolg beim IC besser ausfallen.

Welche Vorzüge sehen Sie für den Dozierenden?

Auf der einen Seite bedeutet IC für mich eine Erweiterung des "Werkzeugkastens" in der Lehre, da gegenüber dem Frontalunterricht im Hörsaal Wissen in vielfältigerer Form durch eine Mischung aus Videos, Audiomaterial, Texten und interaktiven Tests vermittelt werden kann. Gleichzeitig erfolgt diese erste Phase der Wissensvermittlung weitgehend automatisiert, sodass mir als Dozent mehr Freiraum für die zweite Phase der Wissensvertiefung bleibt, in der ich selbst mit den Studierenden in Interaktion treten kann, um Fragen zu beantworten und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Langfristig bietet der Inverted Classroom darüber hinaus auch den Vorteil einer besseren Multiplizierbarkeit, d. h., dem natürlich hohen Initialaufwand bei der Entwicklung eines IC-Kurses stehen niedrigere Aufwände Wiederholungen in Folgesemestern gegenüber.

Warum haben Sie sich für Inverted Classroom in Ihren Lehrveranstaltungen entschieden?

Ich stand vor der Herausforderung, einen Kurs zum Thema "Entwicklung von Webanwendungen" neu entwickeln zu müssen. Relativ schnell wurde mir klar, dass eine klassische Vorlesung, in der der Dozent das genaue Tempo vorgibt und die Zuhörer sich zwangsläufig mehr auf mich fokussieren müssen als auf die Entwicklung von Software am Rechner, kein geeignetes didaktisches Format sein kann. Mitgerissen durch die Begeisterung eines ausländischen Kollegen für das auch für mich damals neue Konzept des "Inverted Classroom" und die schlichte Tatsache, dass scheinbar noch niemand zuvor einen vergleichbaren Kurs aufgebaut hat, habe ich mich dann für diese Methode entschieden.

Philipp Kaufold - KOMPASS Tutor in der Juristischen Fakultät

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Warum haben Sie sich für den Inverted Classroom entschieden?

Für Studierende sind die Videos eine angenehme, wenig zeitintensive Basisvorbereitung auf einzelne Lehrveranstaltungen. Zwar kann dadurch eigenständiges Lernen nicht ersetzt werden. Einen ersten Einstieg in neue Problemfelder zu finden wird jedoch erleichtert. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, Verständnisfragen zu stellen. So können häufig Verständnisfehler schon in der ersten Veranstaltung vom Dozenten ausgeräumt werden. Ist der Einstieg in ein (Rechts-)Gebiet erstmal geschafft, fällt die tiefeere Auseinandersetzung – zumindest meiner Erfahrung nach – deutlich leichter.

Welche Vorzüge sehen Sie für Dozierende?

Dozentinnen und Dozenten haben durch die Verwendung von vorgefertigten Videos den Vorteil, dass sie ohne persönlichen Mehraufwand das Lehrangebot um einen Aspekt erweitern. So können sie den Studierenden eine einfache Möglichkeit bieten, sich auf den Unterrichtsstoff vorzubereiten.

Welche Vorzüge sehen Sie für Studierende?

Für Studierende sind die Videos eine angenehme, wenig zeitintensive Basisvorbereitung auf einzelne Lehrveranstaltungen. Zwar kann dadurch eigenständiges Lernen nicht ersetzt werden. Einen ersten Einstieg in neue Problemfelder zu finden wird jedoch erleichtert. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, Verständnisfragen zu stellen. So können häufig Verständnisfehler schon in der ersten Veranstaltung vom Dozenten ausgeräumt werden. Ist der Einstieg in ein (Rechts-)Gebiet erstmal geschafft, fällt die tiefeere Auseinandersetzung – zumindest meiner Erfahrung nach – deutlich leichter.

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