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Hochschuldidaktik ProfiLehre

Die Probleme

Klassische Vorlesungen haben nicht selten mit einem oder mehreren dieser Probleme zu kämpfen:

  • Dozierende sind Experten in ihrem Fachbereich mit teilweise jahrzehntelanger Erfahrung. Sie befassen sich mit Fragestellungen, die weit über das Verständnis der Studierenden hinausgehen. Die Gefahr der „Betriebsblindheit“ ist dementsprechend hoch. Gerade deshalb kann es in Einführungsveranstaltungen passieren, dass Verständnisprobleme der Studierenden nicht erkannt werden und mangelndes Wissen über grundlegende Konzepte erst in der Prüfungssituation offengelegt wird.
  • In der Regel werden Lehrinhalte – auch aufgrund des häufig strengen Lehrplans – nur einmalig besprochen und erklärt. Für ein tiefergehendes Verständnis reicht das allerdings nicht aus. Auf eindrucksvolle Weise konnte das Prof. Dr. Riegler in seinem Gute-Lehre-Vortrag vom 26.6.2013 dem Plenum demonstrieren, indem er zunächst das Phänomen der „Iconic Translation“ erklärte und danach eine Frage dazu stellte, die größtenteils falsch beantwortet wurde.
  • Damit eng in Verbindung steht – gerade bei Großgruppenveranstaltungen wie Einführungsvorlesungen – das Problem des mangelnden Feedbacks seitens der Studierenden. Durch die monologische Natur von Vorlesungen ist die Hemmschwelle, den Vortrag durch Zwischenfragen zu unterbrechen, sehr groß. Verständnisprobleme bleiben zumeist unausgesprochen und Dozierende können nur mutmaßen, ob die Zuhörer tatsächlich noch zuhören.
  • Ein letztes Problem der Vorlesung liegt im hohen Lehrtempo, das nicht allen Studierenden gerecht werden kann. Zudem wird den Lernenden kaum Möglichkeit gegeben, vermittelte Inhalte zu reflektieren und zu verarbeiten.
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