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Eine TBL-Sequenz

Zunächst bereiten sich die Studierenden im Selbststudium auf die sogenannte readiness-assurance-process-Präsenzsitzung (RAP) vor. Dies funktioniert umso besser, je klarer die Anweisungen des Dozierenden, z. B. bei der Lektüre sind. Leitfragen, Hintergrundinformationen zu den Autoren und Worksheets können hierbei v. a. Bachelor-Studierenden helfen (vgl. Bean 2011). Die RAP-Präsenzsitzung beginnt mit einem individual readiness assurance test (iRAT). Hier erhalten die Studierenden einen MC-Test, der exakt die Konzepte und Lerngegenstände abprüft, die die Lernenden im Anschluss benötigen, um mit dem Lösen der eigentlichen Teamaufgaben beginnen zu können. Sibley und Ostafichuk werden nicht müde, dabei zu betonen, [that] [t]he RAP prepares students for the activities that follow. It is not about testing“ (Sibley/Ostafichuk 2014, S. 75). Haben die Studierenden den Test bearbeitet, setzen sich im Anschluss die Teams zusammen und beantworten im team readiness assurance test (tRAT) denselben MC-Test nochmals.

Im nun folgenden appeal process haben die Teams die Möglichkeit, die offiziellen Antworten infrage zu stellen und für ihre – vermeintliche – Falschantwort zu argumentieren oder die Mehrdeutigkeit der Frage nachzuweisen. Der Appeal erfolgt üblicherweise schriftlich und wird spätestens am Folgetag abgegeben. Die Idee dahinter: Die Studierenden erhalten durch den appeal process einen Grund, sich mit den Lerngegenständen, mit denen sie offenbar noch Probleme haben, erneut zu befassen.

Zuletzt folgt eine Inputphase – die einzige in der gesamten TBL-Sequenz. Sie sollte sehr knapp ausfallen und nur noch die Aspekte behandeln, die von den meisten Teams nicht richtig verstanden worden sind. Welche dies sind, wird durch den tRAT ersichtlich. Der Vorteil dieser mini-lecture: „The teacher focuses just on what the students don’t know, rather than on what they already know.“ (Sibley/Ostafichuk 2014, S. 85)

Der RAP besteht zusammenfassend aus den Elementen:

  1. Selbstlernphase
  2.  iRAT
  3. tRAT
  4. Appeal process
  5. Mini-Lecture

Erwähnt werden sollte, dass jedes Element einen didaktischen Zweck erfüllt, in genau der beschriebenen Reihenfolge erst ihr volles didaktisches Potenzial entfaltet und doch nur die Grundlage bildet für die eigentlichen teambasierten Aufgaben. 

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