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Hochschuldidaktik ProfiLehre

Die beschriebenen Besonderheiten scheinen zunächst gegen die Durchführung von Webinaren zu sprechen. Mit einigen wenigen didaktischen Modifikationen Ihrer vorhandenen Präsentationen können Online Meetings jedoch sehr erfolgsversprechend sein.

Einstieg

Die meisten Teilnehmenden werden noch keine oder nur wenig Erfahrung mit Webinaren haben. Wichtig ist also, dass Sie sie noch vor Beginn der online Veranstaltung abholen und sie in die Technik und Spielregeln bei einem Webinar einweisen. Ein wesentlicher Punkt ist beispielsweise, dass alle Teilnehmenden ihr Mikrofon auf stumm schalten, um Rückkopplungen zu vermeiden. Wie in jeder Präsenzveranstaltung geben die Teilnehmenden ein Handzeichen (in Form eines entsprechenden Icons), wenn sie sich zu Wort melden möchten. Erst nachdem sie von Ihnen aufgerufen worden sind, können die Teilnehmenden ihr Mikrofon anschalten.

Highlights

Das wichtigste Element guter Webinare sind regelmäßig – d. h. alle drei bis sieben Minuten –auftauchende Highlights. Ihre Funktion liegt primär im Halten und Wiedererlangen der Aufmerksamkeit. Vieles kann dabei bereits ein Highlight sein: Ein passendes Bild, ein treffendes Zitat oder eine Interaktion mit und unter den Teilnehmenden reichen aus. Highlights können auch rhetorischer Art sein: Hermann-Ruess spricht in diesem Zusammenhang vom Limbischen Kommunikationsmodell.
Die größte Herausforderung in der Webinar-Konzipierung liegt Im Finden von Highlights, die auf Ihre Inhalte zugeschnitten sind. Ein Highlight sollte nicht aus reinem Selbstzweck eingesetzt werden, sondern immer auch im Bezug zu Ihrem Thema stehen. Vorschläge wie „Gesichtsyoga“ und „Sehtest“ – wie man sie in der Literatur findet – sind daher nicht unbedingt ratsam. 

Folien

Mehr noch als in Präsenzveranstaltungen sind gute PowerPoint-Folien ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Präsentationen. In unserem ProfiLehre-Blogeintrag zum Thema „PowerPoint-Folien“ können Sie sich über eine Alternative bei der Gestaltung zu den üblichen Auflistungsfolien informieren. An dieser Stelle möchten wir die wesentlichen Punkte nochmals zusammenfassen:

  • Lösen Sie Bulleted Lists auf. Jedem Punkt sollte eine eigene Folie gewidmet werden
  • Verwenden Sie bei der Gestaltung viele gute Bilder, die zu Ihrem Thema passen
  • Verzichten Sie – sofern möglich – auf Logos, Banderolen etc. Sie lenken in der Regel nur unnötig ab und überfrachten die Folien
  • Versuchen Sie so wenig Text wie möglich unterzubringen. Und wenn Sie Text haben, achten Sie darauf, ihn nicht einfach vorzulesen. Ihre Teilnehmenden werden in Gedanken ohnehin die Inhalte früher erfasst als Sie vorgetragen haben.
  • Denken Sie bei der Konzeption Ihrer Folien prinzipiell eher an eine Diashow, die zu Ihren Ausführungen läuft


Interaktionen

Versuchen Sie nach Möglichkeit, die Teilnehmenden regelmäßig einzubinden. Die Versuchung, schnell mal eine E-Mail zu lesen, zu schreiben oder Neuigkeiten in den sozialen Medien abzurufen, ist bei Webinaren recht hoch. Neben einer hohen Folienfrequenz sorgen auch Interaktionen dafür, dass die Aufmerksamkeit beim Webinar bleibt bzw. wieder darauf gelenkt wird. Die Möglichkeiten reichen dabei von Totmannschaltern in Form von Icon-Feedbacks bis hin zu Teamarbeiten, bei denen die Teilnehmenden virtuell Gruppenräumen zugewiesen werden und dort über eine gemeinsame Whiteboard-Fläche arbeiten können.  

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