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    Hochschuldidaktik ProfiLehre

    Peer Instruction und Clicker

    Eine mögliche Implementierung von Peer Instruction und Clicker kann dabei folgendermaßen aussehen:

    • Input-Phase I: Hier werden die Inhalte -eines- zentralen Themas vermittelt. Das ist wichtig für die Clicker-Frage, die im Anschluss gestellt wird.
    • Clicker-Frage: Sie soll überprüfen, inwieweit die Lehrinhalte von den Studierenden verstanden worden sind. Sinnvoll ist es, dem Plenum ca. 2 Minuten Bedenkzeit zu gewähren, damit sich jeder Studierende mit der Frage adäquat beschäftigen kann.
    • Abstimmung I: Innerhalb einer Minute geben die Studierenden ihre Antwort anonym über die Clicker ab. Das Ergebnis der ersten Abstimmung sollte dabei nur für den Dozierenden einsehbar sein, um die anschließende Peer-Discussion nicht zu verfälschen.
    • Peer-Discussion: Die eigentliche Peer Instruction beginnt jetzt: Nachdem jeder Studierende zu einer Antwort gekommen ist, besteht die Aufgabe nun darin, seine Kommilitonen von der Richtigkeit seiner eigenen Lösung zu überzeugen. Im Zuge dieser Phase werden Erklärungsversuche verbalisiert, Denkfehler aufgedeckt und das Selbstverständnis gefördert. Abhängig von der Qualität der Frage sollten hier ca. 5 bis 7 Minuten eingeplant werden.
    • Abstimmung II: Nach der Peer-Discussion-Runde wird dieselbe Frage noch einmal gestellt – mit einem für alle sichtbaren Ergebnis im Balkendiagramm. Eine Gegenüberstellung mit der ersten Abstimmrunde ist in der Regel sehr lohnenswert und aufschlussreich.
    • Plenum-Diskussion: Im Idealfall wird sich im Zuge der zweiten Abstimmung und nach der Peer Discussion die Mehrheit der Studierenden für die richtige Antwort entschieden haben. Das heißt aber noch nicht, dass sie es auch aus den richtigen Gründen getan haben. Wichtig ist demnach, im Plenum nochmals kurz die Frage und die Antwortmöglichkeiten durchzudiskutieren. Im Anschluss kann die Inputphase II erfolgen.

    Sollte auch nach der Peer-Discussion kein eindeutiges – und vor allem richtiges – Ergebnis vorliegen, empfiehlt es sich, die Input-Phase I zu wiederholen. Nun aber können Dozierende eine eventuell notwendige Schwerpunktverlagerung durchführen, da im Zuge der Peer-Discussions und Plenums-Diskussion die offensichtlichen Verständnisschwächen zutage getreten sein sollten. Darüber hinaus können die Studierenden nun ihre eigenen Erfahrungen mit dem Expertenwissen der Dozierenden abgleichen und die Wissensinhalte verknüpft werden.

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